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Kann Zahnaufheller den Körper an sich schädigen oder Allergien auslösen?
Bei gründlicher Entfernung der Überschüsse des Bleichgels sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt. Das Auftreten von allergischen Reaktionen konnte bisher nicht beobachtet werden.

Wie oft sollte man maximal die Zähne aufhellen?
Die Anwendung sollte alle zwei bis vier Jahre erfolgen. Insbesondere hängen die Behandlungsabstände von dem persönlichen ästhetischen Empfinden, der regelmäßigen Pflege der Zähne und von der Intensität ab, mit der man Genussmittel (Wein, Zigaretten, Tee etc.) zu sich nimmt.

Hat die Zahnfarbe etwas mit der Zahngesundheit zu tun?
Grundsätzlich nicht. Es ist aber durchaus so, dass wir Menschen mit weißen Zähnen für gesünder halten und uns unser Unterbewusstsein suggeriert, dass diese Menschen auch sonst körperlich gepflegter sind. Die Zahnfarbe eines Patienten ist etwas sehr individuelles und abhängig von der Struktur und der Funktion der Zähne sowie ihrer Umgebung. Dabei verändert sich die Zahnfarbe im Laufe des Lebens. Zahnverfärbungen können Hinweise auf Erkrankungen der Zahnhartsubstanz (Karies) und des Zahnnervs sein. Darüber hinaus gibt es Zahnverfärbungen infolge von allgemeingesundheitlichen Störungen, erblichen Dispositionen, frühkindlicher Medikamenteneinnahme sowie überhöhter Fluoridzufuhr. All diese Ursachen verfärben den Zahn von innen heraus. Daneben gibt es selbstverständlich Zahnverfärbungen, die durch Auflagerungen auf der Zahnoberfläche entstehen. Dies geschieht vor allem durch Nahrungs- und Genussmittel, aber auch bei Medikamenteneinnahme.

Was versteht man unter Zahnaufheller und wie funktioniert er?

Das am häufigsten eingesetzte Bleichmittel für die Zahnaufhellung ist das Wasserstoffperoxyd (H2O2). Die Zerfallsprodukte von Wasserstoffperoxyd, wie Radikale, Hydroxyl oder Perhydroxylionen, stellen die aktive Bleichsubstanz dar. Das instabile H2O2 zerfällt dabei in Wasser und reaktionsfreudigem Sauerstoff, der Farbstoffe aufspaltet und zerstört.

Wirken die Zahnaufheller aus der Drogerie?
Zahnaufhellungsmaterialen aus Drogerien, Apotheken bzw. Supermärkten bewirken ebenso eine Aufhellung von Zähnen. Freiverkäuflich sind jedoch nur Präparate mit geringer Konzentration. Diese Zahnaufhellungsmaterialien wirken einerseits nicht so stark aufhellend und auch nicht so lang anhaltend.

Sind Klebefolien (z.B.: White Stripes®) empfehlenswert?
Die von der Firma blend-a-med eingeführten White Stripes verwenden ebenso H2O2 jedoch in einer Konzentration von 5-6,5%. Auch mithilfe dieser Klebefolien lässt sich eine Aufhellung der Zähne erreichen. Die Stärke und die Haltbarkeit dieser Aufhellung ist nach derzeitigen Erfahrungen jedoch sehr begrenzt. Bisher vorliegende Ergebnisse geben keinen Anlass auf mögliche Nebenwirkungen.

Was halten Sie von den so genannten Raucherzahnpasten mit Schleifkörpern?
Die sog. Raucherzahnpasten mit dem überdurchschnittlichen Gehalt von Schleifkörpern bekämpfen in erster Linie die sog. externen Zahnverfärbungen, d.h. die Auflagerungen auf der Zahnoberfläche durch Nahrungs- und Genussmittel bzw. Medikamente. Der regelmäßige Gebrauch solcher Raucherzahnpasten ist jedoch nicht zu empfehlen. Die darin enthaltenen Schleifkörper führen zusammen mit einem oftmals zu hohem Anpressdruck der Zahnbürste bei der Mundhygiene zu Verletzungen der Zahnhartsubstanzoberfläche. So ist es nicht selten, dass nicht kariös bedingte Zahnhartsubstanzdefekte durch regelmäßigen Gebrauch solcher Zahncremes und zu hohem Kraftaufwand bei der Mundhygiene entstehen. Insbesondere nach der Aufnahme säurehaltiger Nahrungsmittel und Getränke sollte eine Stunde gänzlich die Zahnpflege unterbleiben.

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